Montag, 5. Juni 2017

Marokko Teil 1: Die Riads

Marokko, ein Besuch in tausend und einer Nacht. Leider nur kurz, für 5 Nächte.
Nach Marokko wollte ich schon lange mal. Ich mag Tagines (marokkanischer Eintopf), marokkanischen Tee und das Gewimmel auf orientalischen Märkten, und die Riads als Oasen der Ruhe mitten in der Stadt.


Also haben wir es mal gewagt und sind nach Marokko geflogen. Allerdings wollten wir nicht nur die Touristen-Hauptstadt Marrakech sehen, sondern auch am Meer entspannen. Dazu haben wir uns Essaouria ausgesucht, die windige Stadt. Das bezieht sich auf die Stärke und die angenehme Kühle des Windes, Essaouria ist gemütlicher und entspannter für Marokko-Erst-Besucher wie uns.

Ich habe viele Bilder mitgebracht, die ich jetzt thematisch aufteilen werde: Im Teil eins geht es um die Riads, die Hotels mit Innenhof und Garten, die als städtische Oase inmitten alles Trubels zum durch-schnaufen und genießen einladen.


Wir kamen in Marrakech an, blieben eine Nacht, fuhren weiter nach Essaouria und nach 3 Tagen wieder zurück, um den letzten Abend in Marrakech zu genießen. Also habe ich drei Riads, von denen ich innen Bilder machen konnte.

Das erste Riad in Marrakech lag recht nah am Eingang der Medina. Da kommt ein großes Taxi nicht hin. Unser Fahrer hatte für den Rest der Anreise einen Träger organisiert, der uns die letzten 500 Meter begleitete und unsere Koffer auf einem Handwagen transportierte. Wer in Marrokko direkt ins Hotel will, dem empfehle ich am Flughafen kleine Scheine einzuwechseln, sonst bekommen Taxifahrer und Träger ein Trinkgeld von 100 Dirham, etwa 10€. Das Taxi hatten wir online inklusive Trinkgeld gebucht, das "Shukran" unseres Trägers war sehr überrascht und erfreut.

Auch wir waren erfreut über die Ruhe und moderne Architektur im Riad.



Wir haben uns an unserem ersten Tag in Marrakech zwei mal kurz in die Stadt gewagt, beim zweiten Mal mit "Führer", der uns gleich in arabische Basare führte. Im ersten bewunderten wir die Vielfalt und kauften: nichts, beim zweitem, wo es Gewürze, Parfüms, Öle und andere tolle Sachen gab, belohnten wir die Verkaufsdarbietung mit einem kleinen Einkauf.
Für uns war es recht unangenehm und ungewohnt, von allen möglichen Händlern angesprochen zu werden, die uns in ihre Geschäfte locken wollten. Das hat sich in den 6 Tagen verbessert, aber nicht wirklich gelegt.  Bilder aus Marrakech kommen im nächsten Blog-Beitrag.


Am nächsten Tag ging es weiter ans Meer, ca. 200 km. Der Transport lief wieder wie am Schnürchen: Der Träger übergab uns an den Fahrer, und der am Zielort wieder an den nächsten Träger. Diesmal hatten wir kleinere Scheine parat.

Unser Riad in Essaouria lag direkt in der Media, an der Stadtmauer Richtung Meer. Unser Zimmer hatte direkten Meerblick, und wie: Das Meer lag bei Flut ca 1 1/2 Meter unter unserem Panoramafenster. Das beruhigende Geräusch der Wellen sorgte für einen guten Schlaf.

der Blick aus dem Fenster (iPhone Panorama)
Unser Riad hatte keine Klimaanlage und brauchte auch keine: Der Wind vom Meer brachte ca. 20 Grad kühle Luft mit sich. Der Innenbereich des Riad war eher klassisch arabisch, die Zimmer teilweise moderner, allerdings mit Bögen über allen Türen, Mosaiken und Verzierungen. Das waren 3 Nächte in 1001 Nacht.










Die Dachterrasse war ein weiteres Highlight des Riads. Und ein paar Sonnenuntergangs-Bilder mit Blick auf den Atlantik müssen schon sein.





Das dritte Riad in Marrakesh war in einer kleinen Seitengasse in der Nähe des Hauptplatzes Djemmaa El Fna. Wir waren also in wenigen Schritten direkt mitten im Trubel und hatten unsere kleine Oase immer in der Nähe. Dieses Riad war eher kleiner, und sehr liebevoll von einer Deutschen und ihrem marokkanischen Mann restauriert und eingerichtet.









Unsere drei Riads waren also recht unterschiedlich. Wir haben die Besonderheiten gut genießen können.